{"id":13,"date":"2013-06-06T10:51:39","date_gmt":"2013-06-06T08:51:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/?page_id=13"},"modified":"2013-06-14T23:05:01","modified_gmt":"2013-06-14T21:05:01","slug":"legasthenie","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/?page_id=13","title":{"rendered":"Legasthenie"},"content":{"rendered":"<p><strong>P\u00e4dagogische Definition<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEin legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr. Seine Aufmerksamkeit l\u00e4sst, wenn er auf Symbole, wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht legasthene Menschen Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, Schreibens und Rechnens.\u201c (Dr. Astrid Kopp-Duller 1995)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-79\" alt=\"board\" src=\"http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/board.jpg\" width=\"1000\" height=\"500\" srcset=\"http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/board.jpg 1000w, http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/board-300x150.jpg 300w, http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/board-500x250.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p><strong>Legasthenie (Prim\u00e4rlegasthenie)<\/strong><\/p>\n<p>ist eine spezifische Problematik normal intelligenter Kinder beim Lesen und\/oder Schreiben, ohne dass daf\u00fcr eine \u00e4u\u00dfere Ursache erkennbar ist (z.B. physische Seh- oder H\u00f6rprobleme, psychische Belastung, Vers\u00e4umnisse in der Schule, etc.) Legasthenie ist gar nicht so selten.<\/p>\n<p>In jeder Schulklasse sitzen, statistisch gesehen, 1-2 legasthene Kinder. Legasthenie ist die Folge von differenten Sinneswahrnehmungen biogenetischer Verursachung. Dadurch kommt es beim Schreiben, Lesen oder Rechnen zu einer zeitweisen Unaufmerksamkeit, die wiederum Wahrnehmungsfehler zur Folge hat.<\/p>\n<p>Keinesfalls ist es berechtigt, einen legasthenen Menschen als kranken oder behinderten Menschen zu bezeichnen. Es ist sehr vermessen bei Kindern mit einer Prim\u00e4rlegasthenie von Schw\u00e4che, St\u00f6rung, Krankheit oder Behinderung zu sprechen, denn diese Kinder k\u00f6nnen ja das Schreiben und Lesen genauso erlernen wie jeder andere Mensch auch, nur die Vorraussetzungen m\u00fcssen anderen sein, d.h sie brauchen p\u00e4dagogische didaktische Ans\u00e4tze, die ihnen helfen mit Symbolen, wie Buchstaben oder Zahlen besser umgehen zu k\u00f6nnen. Es ist m\u00f6glich, Legasthenie mit einer speziellen F\u00f6rderung sehr gut \u00fcberwinden zu k\u00f6nnen, tats\u00e4chlich aber bleibt sie ein Leben lang bestehen. Wie bereits erw\u00e4hnt, ist Legasthenie weder eine Krankheit noch eine Behinderung \u2013 sie ist viel mehr eine differenzierte Wahrnehmung eines Menschen. Einfacher ausgedr\u00fcckt: legasthene Menschen, empfinden, sehen und h\u00f6ren ein bisschen anders als andere.<\/p>\n<p>Bei einem Kind mit einer Prim\u00e4rlegasthenie, beobachtet man, wie es zeitweise beim Schreiben, Lesen oder Rechnen \u00fcberhaupt nicht bei der Sache ist und deshalb vermehrt Fehler (Wahrnehmungsfehler) macht \u2013 ohne dass es sich im Moment des Schreibens dessen bewusst ist. Hervorgerufen werden die diese Unaufmerksamkeiten und die daraus folgenden Wahrnehmungsfehlern dadurch, dass der legasthene Mensch \u00fcber eine abweichende Auspr\u00e4gung derjenigen Sinneswahrnehmungen verf\u00fcgt, die f\u00fcr das Lesen und Schreiben n\u00f6tig sind. Defizite anderer Art beobachtet man bei einem Kind mit Prim\u00e4rlegasthenie nicht.<\/p>\n<p><strong>Sekund\u00e4rlegasthenie:<\/strong><\/p>\n<p>Welche Faktoren k\u00f6nnen bei einem legasthenen Kind zu einer Sekund\u00e4rlegasthenie f\u00fchren und wie kann sich diese \u00e4u\u00dfern?<\/p>\n<p>Eine Sekund\u00e4rlegasthenie entsteht dagegen typischerweise dann, wenn das Kind nicht als Legastheniker erkannt wird und daher nicht die richtige F\u00f6rderung erh\u00e4lt: dann n\u00e4mlich wird es st\u00e4ndig Misserfolge haben und in den Teufelskreis der Lernst\u00f6rung hingezogen werden. Dadurch kommt es dann zu Schulversagen und Verhaltensauff\u00e4lligkeiten.<\/p>\n<p>Diese Verhaltensauff\u00e4lligkeiten k\u00f6nnen sich auf verschiedene Arten \u00e4u\u00dfern:<\/p>\n<ol>\n<li>\u2022Mangelnde Frustrationstoleranz: dem Kind fehlt es, durch die st\u00e4ndigen Misserfolge an Selbstvertrauen und Leistungsbereitschaft.<\/li>\n<li>\u2022Impulsivit\u00e4t (unerwartetes pl\u00f6tzliches Handeln): das Kind gibt voreilig Antworten, hat.<\/li>\n<li>\u2022Schwierigkeiten Auftr\u00e4ge ganz zu erfassen, es hat generell Probleme mit dem Zuh\u00f6ren, unterbricht andere.<\/li>\n<li>\u2022Unruhe: Sie tritt nur im direkten Zusammenhang mit den T\u00e4tigkeiten des Schreibens und Lesens auf ( und unterscheidet sich dadurch von krankhafter Unruhe, sog. Hyperaktivit\u00e4t).<\/li>\n<li>\u2022Aggressionen: Das Kind glaubt, sich st\u00e4ndig verteidigen zu m\u00fcssen, und dies geschieht dann auf eher aggressiven Art und Weise. Die Aggression kann bis zu Hassempfindungen gegen\u00fcber Mitmenschen gehen. Die Kinder sind reizbar, widersprechen oft, sind bisweilen feindselig oder herausfordernd, verhalten sich drohend, st\u00f6rend \u2026<\/li>\n<li>\u2022Depressionen: Das Kind resigniert, es ist lustlos, traurig, niedergeschlagen und zeigt eine Hoffnungslosigkeit, die bis zum v\u00f6lligen Verlust des Selbstwertgef\u00fchls gehen kann.<\/li>\n<li>\u2022Abwehrhaltung: Das Kind versucht seine Misserfolge zu relativieren oder auch zu Verleugnen, es fl\u00fcchtet in eine Scheinwelt, es ist sarkastisch, oder es zeigt eine erschreckende Meinungslosigkeit, hat keine Ehrgeiz.<\/li>\n<li>\u2022Unsoziales Verhalten: Eine nicht erkannte Legasthenie kann auch zu Ursache von sozialen Entgleisungen werden. Studien zeigen, dass Alkohol- und Drogenmissbrauch, aber auch verschieden Delikte bei legasthenen Menschen geh\u00e4uft vorkommen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Eine Sekund\u00e4rlegasthenie kann aber auch auf nicht erkannte physische M\u00e4ngel, wie z. B. eine Seh- oder H\u00f6rschw\u00e4che (die nicht die Verarbeitung der Sinneseindr\u00fccke betrifft, sondern auf einem Defekt der Sinnesorgane beruht), zur\u00fcckzuf\u00fchren sein.<\/p>\n<p>Auch motorische St\u00f6rungen (Bewegungsst\u00f6rungen) k\u00f6nnen zu einer Verst\u00e4rkung der Legastheniesymptomatik f\u00fchren.<\/p>\n<p>Weiters k\u00f6nnen aber auch noch andere Vorkommnisse im Leben eines legasthenen Kindes die Legasthenie verst\u00e4rken: z. B. ein Todesfall in der Familie, Scheidung der Eltern, sexueller Missbrauch, ein anregungsarmes Milieu, \u2026<\/p>\n<p>All diese genannten Begleiterscheinungen verst\u00e4rken die Symptome einer Legasthenie, f\u00fchren aber nicht zu einer Legasthenie! Sie werden also erst im Zusammenhang mit einer bereits vorhandenen Legasthenie wirksam.<\/p>\n<p>Es ist notwendig, bei einer Sekund\u00e4rlegasthenie, neben den p\u00e4dagogischen Hilfestellungen, noch andere Spezialisten in die F\u00f6rderung miteinzubeziehen (wie Psychologen, Logop\u00e4den, Mediziner, \u2026)<\/p>\n<p style=\"padding-left: 360px;\"><span style=\"color: #00ccff;\">(Quelle: http:\/\/www.legasthenie.at)<\/span><\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>P\u00e4dagogische Definition \u201eEin legasthener Mensch, bei guter oder durchschnittlicher Intelligenz, nimmt seine Umwelt differenziert anders wahr. Seine Aufmerksamkeit l\u00e4sst, wenn er auf Symbole, wie Buchstaben oder Zahlen trifft, nach, da er sie durch seine differenzierten Teilleistungen anders empfindet als nicht &hellip; <a href=\"http:\/\/www.legasthenie.cc\/?page_id=13\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128,"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/13\/revisions\/128"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}