{"id":17,"date":"2013-06-06T11:24:20","date_gmt":"2013-06-06T09:24:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/?page_id=17"},"modified":"2013-06-14T23:05:34","modified_gmt":"2013-06-14T21:05:34","slug":"dyskalkulie","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.legasthenie.cc\/?page_id=17","title":{"rendered":"Dyskalkulie"},"content":{"rendered":"<p>Die Dyskalkulie findet, so wie das Ph\u00e4nomen Legasthenie im Buchstabenbereich, durch die differenzierte Wahrnehmung der Zahlen statt. In der neuen Fachliteratur werden diese beiden Ph\u00e4nomene eben die Legasthenien und die Dyskalkulie immer im Zusammenhang genannt. Auch die Forschung besch\u00e4ftigt sich erst seit ca. 15 Jahren mit der Dyskalkulie. Heute ist man dar\u00fcber im Klaren, dass die Dyskalkulie ebenso wie die Legasthenie, auf die biogenetischen Anlagen des Menschen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Es steht fest, dass der Zusammenhang zwischen Erbfaktor und der Legasthenie von der Theorie zur nachgewiesenen Erkenntnis bef\u00f6rdert wurde. Verbindungen mit den Chromosomen 6 und 15 konnten nachgewiesen werden, sowie auch, dass die Gehirnmuster legasthener Menschen sich deutlich als die von nicht legasthenen Menschen unterschieden.<\/p>\n<p>Im engeren Sinne ist mit Dyskalkulie ein mangelhaftes bis unzureichendes oder grundlegend verkehrtes Verst\u00e4ndnis von Mengen und Gr\u00f6\u00dfen, von Zahlen und mathematischen Operationen gemeint. Bei den davon betroffenen Kindern verursacht eine Dyskalkulie eine Misserfolgsorientierung, Schulversagen und damit Entzug von Lebenschancen<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-74\" alt=\"math\" src=\"http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/math.jpg\" width=\"1000\" height=\"500\" srcset=\"http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/math.jpg 1000w, http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/math-300x150.jpg 300w, http:\/\/www.legasthenie.cc\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/math-500x250.jpg 500w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/p>\n<p>M\u00f6gliche Ursachen der Dyskalkulie:<\/p>\n<p>Als Ursache von Dyskalkulie gelten die Orientierungs- und Wahrnehmungsst\u00f6rungen, die insbesondere die Raum- und Zeitorientierung, die visuelle Wahrnehmung, die visuelle Vorstellungskraft und das Ged\u00e4chtnis betreffen. Rechenschwache Kinder haben Probleme bei der Unterscheidung von wichtigen und unwichtigen Informationen, Sinneseindr\u00fccke richtig einzuordnen und mit Erfahrungen die bereits vorhanden sind, zu verbinden.<\/p>\n<p>Jedoch gibt es verschiedene Theorien \u00fcber die Verursachung von Dyskalkulie bzw. Lernst\u00f6rungen. Meist jedoch ist es ein Geflecht von Ursachen, die zur Teilleistungsschw\u00e4che f\u00fchren, wie zum Beispiel:<\/p>\n<ol>\n<li>\u2022Eine fr\u00fchkindliche leichte Hirnsch\u00e4digung die zu sogenannten Teilleistungen f\u00fchrt<\/li>\n<li>\u2022Zu wenig Sinnesanregung in fr\u00fcher Kindheit<\/li>\n<li>\u2022Mangel an \u00dcbung zur gegenw\u00e4rtigen Zeit<\/li>\n<li>\u2022Erbliche Belastung<\/li>\n<li>\u2022Schwere psychische Belastung (Ehescheidung, Todesfall, Mi\u00dfbrauch, &#8230;)<\/li>\n<li>\u2022Selbst miterlebte oder gesehene Unf\u00e4lle<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wie \u00e4u\u00dfert sich Dyskalkulie?<\/p>\n<p>Bei Kindern \u00e4u\u00dfert sich Dyskalkulie in den meisten F\u00e4llen zuerst in der Schule.<\/p>\n<p>Im Laufe des ersten Schuljahres machen sich immer wieder Schwierigkeiten beim Rechnen bereit. Von Dyskalkulie spricht man, wenn ein Versagen von Sch\u00fclern im mathematischen Elementarbereich vorhanden ist. Es ist eine Teilleistungsschw\u00e4che. Die Betroffenen machen Fehler im Lernstoff des arithmetischen Grundschulbereichs. Die Art und Weise der Fehler haben ihre subjektive Logik und sind systematisch veranlagt. Typische Fehler sind dabei h\u00e4ufig folgenderma\u00dfen charakterisiert:<\/p>\n<ol>\n<li>\u2022Z\u00e4hlendes Operieren, Klammern an vorgestellte oder plastische Z\u00e4hlhilfe<\/li>\n<li>\u2022Keine Verbesserung der M\u00e4ngel durch intensives und st\u00e4ndiges Lernen<\/li>\n<li>\u2022Enorme Konzentrations- und Ged\u00e4chtnisleistungen, gro\u00dfe Anstrengungen und baldige Ersch\u00f6pfung bei mathematischen Aufgaben; zur Berechnung wird enorm viel Zeit ben\u00f6tigt<\/li>\n<li>\u2022Abweichungen in der Aufgabenstellung f\u00fchren zu Verwirrung bzw. falsch weiter gef\u00fchrte angenommen Handlungen<\/li>\n<li>\u2022Billigung widerspr\u00fcchlicher Resultate nebeneinander; Rechenfehler, die offensichtlich sind, werden nicht erkannt<\/li>\n<li>\u2022Transferleistungen k\u00f6nnen nicht erbracht werden \u2013 es wird stets neu berechnet<\/li>\n<li>\u2022Un\u00f6konomische\/kontralogische Verwendungen von Veranschaulichungsmittel<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es sind Kinder, bei denen der Grundstein der Mathematik nicht oder nur sehr verschwommen vorhanden ist. Daher kann ein aufbauender mathematischer Gedanke gar nicht verstanden werden, weil seine Grundlage nicht vorhanden sind.<\/p>\n<p>Jegliches Lernen\/\u00dcben ist sinnlos, wenn z.B. Mengen, Zahlen, und das Stellenwertsystem nicht verstanden werden.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 360px;\"><span style=\"color: #00ccff;\">(Quelle: http:\/\/www.legasthenie.at)<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dyskalkulie findet, so wie das Ph\u00e4nomen Legasthenie im Buchstabenbereich, durch die differenzierte Wahrnehmung der Zahlen statt. In der neuen Fachliteratur werden diese beiden Ph\u00e4nomene eben die Legasthenien und die Dyskalkulie immer im Zusammenhang genannt. 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